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Chronik der Fraktion  -  1951-1960

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6. Oktober 1958
Wahl des Franzosen Alain POHER zum Vorsitzenden der Christlich-demokratischen Fraktion. Bei seinem Amtsantritt sagte er: "In der institutionellen Ordnung obliegt es dem Parlament, die Meinung der Öffentlichkeit zum Ausdruck zu bringen, deren Unterstützung für uns immer notwendiger wird. Die europäische Öffentlichkeit muss den Regierungen und Exekutiven klar machen, dass die europäische Idee eine lebendige Realität ist, die im Interesse des Wohlstands und des Friedens für alle verwirklicht wird." Alain POHER, späterer Präsident des Französischen Senats, übte das Amt acht Jahre lang aus. Er wurde im März 1966 zum Präsidenten des Europäischen Parlaments gewählt.
19. März 1958
Erste Sitzung der Gemeinsamen Versammlung der drei Europäischen Gemeinschaften. Die Christdemokraten stellen mit 67 der 142 Mitglieder bei weitem die größte Fraktion dar. Robert SCHUMAN wird mit Unterstützung aller Fraktionen zum Präsidenten der Versammlung gewählt. Bei der ersten Sitzung der Gemeinsamen Versammlung wird der Name Europäische Parlamentarische Versammlung" verabschiedet. Ab 1962 wird sie zum "Europäischen Parlament".

Februar 1958
"Follow-up-Debatte" in der Versammlung über einen Bericht des Vorsitzenden der CD-Fraktion Pierre WIGNY; Einschätzung der Arbeiten der Versammlung und Abstimmung für ein künftiges gemeinsames Europäisches Parlament als Kontrollorgan der drei Gemeinschaften. Laut Eduardo MARTINO, Sprecher der Christlich-demokratischen Fraktion, wird es die Aufgabe des Europäischen Parlamentes sein, Europa als politische, geographische, wirtschaftliche und militärische Einheit aufzubauen.

24. Februar 1958
Wahl des Belgiers Pierre WIGNY zum Vorsitzenden der Christlich-demokratischen Fraktion.

1. Januar 1958
Die Römischen Verträge treten in Kraft. Der Christdemokrat Walter HALLSTEIN wird der erste Präsident der EWG-Kommission.

25. März 1957
Unterzeichnung der Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM) in Rom.

November 1956
Wahl des deutschen Christdemokraten Hans FURLER zum Präsidenten der Gemeinsamen Versammlung der EGKS.

November 1954
Wahl des italienischen Christdemokraten Guiseppe PELLA zum Präsidenten der Gemeinsamen Versammlung der EGKS.

Mai 1954
Wahl des italienischen Christdemokraten Alcide DE GASPERI zum Präsidenten der Gemeinsamen Versammlung der EGKS (verstorben am 19. August 1954).

23. Juni 1953
Veröffentlichung der Gründungserklärung der Christlich-demokratischen Fraktion und ihre offizielle Anerkennung in der Gemeinsamen Versammlung gemäß Artikel 33a der damals geltenden Geschäftsordnung. Die Fraktion hatte 40 Mitglieder.

13. September 1952
Konrad ADENAUER, Präsident des Ministerrates der EGKS, ruft die Versammlung auf, als "konstituierende Versammlung für die Europäische Politische Gemeinschaft" zu fungieren.

11. September 1952
(Inoffizielle) Gründung der Christlich-demokratischen Fraktion in der Gemeinsamen Versammlung mit dem Niederländer E.M.J.A. SASSEN als ersten Vorsitzenden. Die erste Fraktion der Christdemokraten hatte 38 von 78 Sitzen inne, ihr fehlten lediglich zwei Sitze zur absoluten Mehrheit.

10. September 1952
Erstes Treffen der Gemeinsamen Versammlung der EGKS.

18. April 1951
Unterzeichnung des Pariser Vertrages zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS).





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