български Español Čeština Dansk Deutsch Ελληνικά English Eesti keel Français Italiano Latviešu Lietuvių kalba Magyar Malti Nederlands Polski Português Română Slovenčina Slovenščina Suomi Svenska

Press Release

14/04/99: Doris Pack (EVP/CDU):EU-Ratspräsidentschaft soll sich um Ausreise Rugovas aus dem Kosovo bemühen/ Kosovo darf nicht geteilt werden/ EU-Presidency should defend right the Rugova to travel. Kosovo must not be divided

Die CDU-Europaabgeordnete und Vorsitzende der Süd-Ost-Europa-Delegation im Europäischen Parlament, Doris Pack, hat im Namen der EVP-Fraktion den Ratsvorsitzenden Schröder aufgefordert, sich für die Ausreise des Sacharow- Preisträgers und gewählten Präsidenten der Kosovo-Albaner, Ibrahim Rugova und seiner Familie, einzusetzen. "Nachdem der Westen Rugova jahrelang bei seinem friedlichen Kampf für die Rechte der Albaner im Kosovo allein gelassen hat, sind wir es ihm schuldig, wenigstens jetzt etwas gut zu machen", erklärte Doris Pack.

Im Namen der EVP-Fraktion sprach Doris Pack die volle Unterstützung für das gemeinsame Handeln der EU-Natostaaten aus, um den Völkermord im Kosovo zu stoppen. Endlich sei das Elend der Kosovo-Albaner wahrgenommen worden. Der Einsatz aller politischen Mittel sei angesichts des Schlächters in Belgrad ohne Erfolg geblieben. Die Massengräber in Kroatien und Bosnien, Deportationen, unzählige Vergewaltigungen und das grausame Morden an den Albanern jetzt im Kosovo haben aller Welt vor Augen geführt, daß für den Menschenverächter Milosevic Menschenleben keine Bedeutung haben.

Die EVP-Fraktion begrüße die stärkere Einbindung Rußlands in die Bemühungen zur Lösung des Kosovo-Konflikts sowie die Einladung von UN-Generalsekretär Kofi Annan zum EU-Gipfeltreffen. "Wir unterstützen alle diplomatischen Schritte. Es gibt aber kein Abweichen vom Ziel, den Völkermord im Kosovo zu beenden und Milosevic zum bedingungslosen Einlenken zu zwingen."

"Milosevic hat seine teuflische Maschinerie zum Auslöschen eines ganzen Volkes lange vor den Bombenangriffen der NATO begonnen. Letztere waren die logische und notwendige Antwort auf das Morden unschuldiger Menschen durch Milosevic", betonte Doris Pack.

Mit allem Nachdruck sprach sich Doris Pack gegen eine Teilung des Kosovo aus. Eine Teilung würde einen Brandherd für die nächsten hundert Jahre legen und den serbischen Absichten in die Hände spielen. Bereits im Sanu-Memorandum der serbischen Akademie der Wissenschaften von 1985 werde eine Teilung des Kosovo als politisches Ziel genannt. Demnach sollte der an Bodenschätzen reiche Norden Serbien zugeschlagen werden und lediglich der arme südliche Teil den Albanern verbleiben. Dies würde auch Mazedonien als Staat gefährden und die ganze Region weiter destabilisieren, warnte Doris Pack.

Doris Pack vertrat die Ansicht, daß allein die Autonomie des Kosovo und die schnelle Rückführung der Bürger in ihre Heimat unter dem Schutz internationaler Streitkräfte eine Lösung darstellen könne. Die weitere politische Zukunft eines autonomen Kosovo hinge dann auch von einer Änderung des Regimes in Belgrad und der Demokratisierung Serbiens ab.

Weitere Informationen: Büro Doris Pack, Tel: 0033 3 88 17 5310 oder deutsche Pressestelle der EVP-Fraktion, Katrin Ruhrmann, Tel: 0033 3 88 17 4830 oder 0032 75 49 33 57.
EPP-ED TV Upcoming Events