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Press Release
07/04/99: Mehr Unterstützung des Westens für die Kosovo-Flüchtlinge in der Region - Milosevic' teuflischen Plan durchkreuzen / More Western support for Kosovo refugees in the region - fight Milosevic's diabolic plan. Doris Pack MEP
Für massive finanzielle und politische Unterstützung des Westens für die albanischen Flüchtlinge aus dem Kosovo und für deren Verbleib in der Region hat sich die CDU-Europaabgeordnete und Vorsitzende der Südost-Europa-Delegation im Europäischen Parlament, Doris Pack, in Brüssel ausgesprochen. "Nur wenn eine möglichst große Zahl der Flüchtlinge in der Region bleibt, können die Pläne Milosevic' zur ethnischen Säuberung des Kosovo durchkreuzt und die von ihm nicht gewollte schnelle Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Heimat nach Beendigung der Kampfhandlungen gewährleistet werden", erklärte Doris Pack.Die Nachbarstaaten des Kosovo, die die Flüchtlinge aufnehmen, sollten alle erdenkliche finanzielle Hilfe und Unterstützung des Westens erhalten, um den Flüchtlingsstrom zu bewältigen und den Flüchtlingen wirksam vor Ort mit allem Notwendigen zu helfen. Ein massiver Exodus der Albaner in andere Länder der Welt mache deren Rückkehr in den Kosovo höchst unwahrscheinlich und spiele der Politik Milosevic' in die Hände. Dies gelte auch für alle Stimmen, die jetzt einer Teilung des Kosovo das Wort reden, warnte Doris Pack nachdrücklich. Die serbische Akademie der Wissenschaften habe im sogenannten Sanu-Memorandum von 1985 bereits die Teilung des Kosovo als ein mögliches politisches Ziel genannt. Demnach würde das an Bodenschätzen reiche Amselfeld Serbien zugeschlagen und lediglich der arme und inzwischen auch zerstörte südliche Teil den Kosovo-Albanern bleiben. Dies würde die Region weiter destabilisieren und angesichts der schon jetzt existierenden interethnischen Spannungen zwischen albanisch stämmigen Mazedoniern und der Mehrheit der Mazedonier wie eine Zeitbombe wirken. Doris Pack forderte dringend die Ausreise des gewählten Präsidenten der Kosovo-Albaner Ibrahim Rugova und seiner Familie aus dem Kosovo. Rugova sollte in Freiheit vor dem Europäischen Parlament, das ihm im vergangenen Dezember den Sacharow-Preis verliehen hat, sein politisches Konzept für die Zukunft des Kosovo erläutern. "Rugova und sein Ministerpräsident Bukoshi haben über Jahre hinweg die Mehrheit der Albaner friedlich repräsentiert. Deswegen sind sie auch heute die natürlichen Ansprechpartner des Westens", erklärte Doris Pack. Es könne nur dringend davor gewarnt werden, daß der Westen jetzt einen selbsternannten Ministerpräsidenten der UCK als Verhandlungspartner akzeptiere. Weitere Informationen: Büro Doris Pack, Tel: 0032 2 284 5310 oder deutsche Pressestelle der EVP-Fraktion, Katrin Ruhrmann, Tel: 0032 2 284 2573 oder 0032 75 49 33 57. |
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